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Ein Brautkleid aus Warschau
Nach dem Roman von Lot Vekemans
Dramatisiert von Jordi Vilardaga (Uraufführung)

Die  Polin  Marlena,  Mitte  zwanzig,  ist  zum  Kummer  ihrer  Mutter noch immer nicht verheiratet. Doch plötzlich verliebt sie sich bis über beide Ohren in einen Amerikaner, der als Journalist über die Zeit nach dem Kommunismus berichtet. Marlena hat das Glück, zu lieben und geliebt zu werden, aber sie weiss es nicht, oder wenigstens: Sie kann es nicht glauben. Und so ähnlich geht es ihrem Geliebten auch, der schliesslich nach Amerika zurückkehrt. Dass sie ein Kind erwartet, wird er nie erfahren. Ein  melancholischer  Schleier  scheint über  Marlenas  Leben  zu liegen; stets bricht etwas entzwei, ohne dass es eigentlich eine Schuld gibt oder gar einen Schuldigen. Es sind Liebende, die tragisch verkettet sind in Verhältnisse, die sie nicht durchschauen. Drei Männern begegnet Marlena im Laufe ihres Lebens. Ihr Weg führt sie aus dem Dorf nach Warschau, über eine Heiratsvermittlung in die Niederlande zu einem Bauern und Jahre später wieder zurück nach Polen.
Was bleibt, ist ein beharrlich schweigendes Kind und ein Stapel ungeöffneter Briefe.


Lot Vekemans erzählt aus drei Blickwinkeln über das Verlangen, seinem Leben eine Perspektive zu geben, und über die unvorhersehbaren Folgen, die es hat, wenn man dies wirklich wagt.

Datum
Freitag, 29.03.2019
Zeit
19.30 Uhr
Einführung
18.45 Uhr
Ort
Schadausaal, KKThun
Mit
Rachel Matter
Antonio da Silva
Christof Oswald
u.a.
Inszenierung
Jordi Vilardaga