Protokoll der Mitgliederversammlung der KGT
vom Samstag, 16. September 2017, 9.30 Uhr, Velschensaal, Restaurant Rathaus

anwesend:  ca. 35 Personen 

Vorsitz: Sandra Stettler-Pauchard 

Traktanden: gemäss der Einladung vom August 2017  

Entschuldigungen Mitglieder: Hans Baumann, Bernhard Bischoff, Ernst Dobler, Beatrix und Stanislaus Donski, Eva Frei, Ruth Frey, Sarah Hefti, Nelly und René Jeanquartier, Marie-Anne Kiener, Christoph Müller, Roland Müller, Karin Mulder, Peter Pfister, Therese und Christian Schlapbach, Gemeinderat Peter Siegenthaler, Frau Tosin, Heidi von Bergen

Zu Beginn der Versammlung bittet Präsidentin Sandra Stettler-Pauchard um eine Schweigeminute für das Ehrenmitglied Claude Jeanneret, welcher im Juli verstorben ist.

1          Protokoll der Mitgliederversammlung vom 27. August 2016

Das Protokoll ist auf der Homepage publiziert, einige Exemplare liegen auf. Brigitta Lauber fragt, weshalb die Protokolle nicht mehr verschickt werden. Sandra Stettler-Pauchard erklärt, dass es eine Kostenfrage sei, weil ein Versand 700 Franken koste. Brigitta Lauber möchte, dass sie künftig ein Exemplar auf dem Postweg erhält. Das Protokoll wird genehmigt und verdankt. 

2          Jahresbericht der Präsidentin

Sandra Stettler-Pauchard hält in ihrem Jahresbericht fest, dass im vergangenen Vereinsjahr vor allem die Neuorientierung des Vereins und die damit verbundene Statutenänderung im Vordergrund standen. Was sich bereits im Vorjahr abgezeich-net habe, sei nun Tatsache geworden. Die geringe Anzahl KGT-Mitglieder, welche die Vorträge, die Reise und die Anlässe der Bildenden Kunst besuchten, hätten den Vorstand dazu bewogen, diese Sparten auf die neue Saison hin nicht mehr anzubie-ten. Das heisse aber nicht, dass der Vorstand die Flinte ins Korn werfe. Vielmehr brauche er eine Denkpause, müsse ganz neue Ansätze diskutieren und auch neue Ideen aufgreifen. Damit dies möglich sei, würden auch die Statuten angepasst, so dass der Vorstand diesbezüglich die grösstmögliche Freiheit habe. Nach so vielen Jahren ohne Veränderungen im Angebot müsse sich die KGT der Zeit anpassen und sich neu ausrichten. Denn Stillstand bedeute ja bekanntlich Rückschritt und das wolle der Vorstand auf gar keinen Fall. Sandra Stettler-Pauchard ist sich sicher, dass die KGT auch dies, wie schon so vieles anderes in der Vergangenheit, meistern wird.  

Der Vorstand hat sich zudem in diesem Vereinsjahr zu drei ordentlichen Sitzungen getroffen. Dazu kamen etliche Sitzungen der einzelnen Ressorts. Weiter nahmen die Mitglieder des Vorstands an diversen Sitzungen mit Externen teil. Dies waren: Sitzungen der RKK und des Gemeindeverbands, das Thuner Kulturforum. 

Finanziell sieht die Situation der KGT wie folgt aus:

Vereinskasse: Ertrag von CHF 1‘731.75. Genaueres wird Silvia Furer erläutern.

Theaterkasse: Es resultierte ein Verlust von CHF 20‘558.90. Auch hier folgen weitere Informationen von Silvia Furer. 

Die einzelnen Ressorts stellten ein äusserst spannendes und hochkarätiges Programm zusammen. Hier nun eine kurze Zusammenfassung der Aktivitäten. Detaillierte Ausfüh-rungen erhalten die Anwesenden dann von den Ressortverantwortlichen selber. 

Ressort Bildende Kunst

Das Ressort Bildende Kunst hat zwei Anlässe organisiert. Einerseits den Besuch im Kunstmuseum Thun unter kundiger Führung von Helene Hirsch und andererseits den Besuch der Galerie Kornfeld, wo Bernhard Bischoff die KGT empfing.

Ressort Vorträge

Die Vortragsreihe der vergangenen Saison widmete sich dem Verhältnis von Kunst und Politik. Die Veranstaltungen fanden erstmals im Hotel Freienhof statt, was die KGT finanziell deutlich günstiger zu stehen kam als die Alten Oele. Da trotz der Zusammenarbeit mit Literaare und dem „Forum Gesellschaft und Politik“ der Anteil der KGT-Mitglieder an den Besuchern weiter zurückgegangen ist, kamen die Verantwortlichen zum Entschluss, in der kommenden Saison eine Denkpause einzulegen, in der die Situation genauer analysiert werden soll.  ReisenDie diesjährige Reise führte die Teilnehmenden ins Kloster St. Urban, wo diese unter anderem in den Genuss eines Orgelkonzerts kamen. 

Theater

Auch dieses Jahr gab es verschiedene Höhepunkte im Programm, sowohl musikalische wie auch schauspielerische. Zu schaffen macht der KGT jedoch das sich veränderte Buchungsverhalten des Publikums. Die Abonnemente sind nicht mehr so gefragt wie auch schon, dafür läuft die Abendkasse umso besser, da viele Besucher heute spontan entscheiden, ob sie am Abend ein Theater besuchen wollen oder nicht.

Sandra Stettler-Pauchard bedankt sich bei allen Mitgliedern für die Treue und Verbundenheit mit der KGT, den Behörden für deren Unterstützung, den Medien für die Berichterstattung sowie den Vorstandsmitgliedern für die grosse Arbeit und Unterstützung. Der Jahresbericht wird per Akklamation genehmigt. 

 

3          Berichte der Ressortleiterinnen und Ressortleiter mit Saison-Ausblick

3.1       Sprech- und Musiktheater

Beatrice Grundbacher blickt auf verschiedene Höhepunkte im Programm zurück – für die entsprechend positiven Zuschauerreaktionen sei sie und ihr Team sehr dankbar; besonders haften geblieben seien ihr die musikalischen Vorstellungen, die alle durch eine Besonderheit hervorragten, sei das der selten gespielte „Schauspiel-direktor“ von Mozart, der die Lachmuskeln strapazierte, die zu Unrecht verkannten, beinah mythischen „Perlenfischer“ von Bizet oder die durch ihre asiatische Atmosphäre berührende „Madame Butterfly“, deren Bilder sie noch lange begleiteten.  

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt für Beatrice Grundbacher die Tatsache, dass die Buchungen der Abonnemente zurückgehen; die kurzfristige Entschlossenheit des heutigen Theaterpublikums schlage sich zwar bisweilen im Abendkassenverkauf nieder; trotzdem wäre für die Theaterkommission die Planung einfacher, wenn sie mit zahlreichen Abonnenten rechnen dürfte. Aus diesem Grund und um Neuabonnen-ten auf den Geschmack zu bringen biete die KGT für die kommende Spielzeit ein weiteres, noch kleineres Wahl-Abonnement als das schon existierende an. Insgesamt wünsche sie sich, dass sich mehr Menschen in der heutigen Flut von Ausgeh-Angeboten die Angst davor, dass sie etwas verpassen könnten und sich deshalb nicht binden wollten, hinter sich liessen und sich wieder mutig auf etwas festlegten.  

Beatrice Grundbacher bedankt sich des weiteren für den Betrag, welche die Studio-Bühne der KGT geschenkt hat und blickt auf die Kulturnacht am 28. Oktober mit Barbara Kratz, welche das Stück „Vom Teufel mit den III goldenen Haaren“ präsentieren wird. Auch das Familienstück, das im freien Verkauf angeboten werde, sei eine tolle Sache und eigne sich besonders als Weihnachtsgeschenk für Kinder und Jugendliche. Zur Aufführung gelangt das Stück „Krabat“ am 3. Dezember. Musikalisch sei es anders gekommen als gedacht. So kam eine Zusammenarbeit mit den Thunerseespielen nicht zu Stande, dafür stehen der „Il Barbiere di Siviglia“, die „Lustige Witwe“ von Franz Lehar sowie das Musical „A Tribute to the Blues Brothers“, das auf dem Kultfilm der 80er-Jahre basiert, auf dem Programm.
Bei den Klassiker im Schauspiel hebt Beatrice Grundbacher Schillers „Räuber“, „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“ oder „Das Käthchen von Heilbronn oder die Feuerprobe“ von Kleist, aber auch „Die Legende vom heiligen Trinker“ oder Flauberts „Madame Bovary“ hervor.Unter den modernen Stücken zeigt die KGT „Der letzte der feurigen Liebhaber“, Yasmina Rezas Komödie „Bella Figura“ sowie „Geächtet“. Passend zur Vorweih-nachtszeit engagierte die KGT Erich Kästners „Als ich ein kleiner Junge war“, das auch mit Musik verbunden ist.
Drei Vorführungen beginnen am Sonntag um 17 Uhr. Es ist ein Ruhetag und der Beginn optimal für diejenigen, welche am nächsten Tag arbeiten. Die Stimmung sei dann ganz besonders schön. Beatrice wünscht allen aufwühlende und fröhliche Theaterabende. 

Brigitta Lauber gibt zu bedenken, dass man die Schauspieler oft sehr schlecht verstehe. Beatrice Grundbacher erklärt, dass dies zutreffe und die Akustik im vordersten Teil des Saals viel besser sei. Als Abonnent könne man sich einen solchen Platz wünschen. Viele junge Schauspieler liebäugelten mit dem Fernsehen und erhielten oft an Schauspielschulen den Tipp, so zu sprechen wie im Alltag. Sie hofft dennoch auf das Verständnis der Betroffenen.  

Ein Abonnent hat ein neunteiliges Abonnement bestellt, stellte aber dann fest, dass im März gleich drei Vorstellungen innerhalb kurzer Zeit stattfinden würden, zu einem Zeitpunkt, wenn er in den Ferien weile. Beatrice Grundbacher erklärt, dass der Schadausaal sehr oft gebucht sei, und dass es gar nicht so viele freie Termine gebe, wenn die KGT die Theater definitiv buche. Auch die Tourneetheater hätten einen Plan und könnten nicht beliebige Distanzen zwischen den Spielorten zurücklegen. 

Sandra Stettler-Pauchard bittet alle Anwesenden, Kritik und Verbesserungsvorschläge jederzeit ungeniert anzubringen. Der Vorstand sei darauf angewiesen. 

3.2       Vorträge
Die Vortragsreihe der vergangenen Saison widmete sich dem Verhältnis von Kunst und Politik.
Barbara Huber erzählt vom Historiker Dr. Thomas Buomberger, welcher die Rolle der Schweiz im Handel mit NS-Raubkunstwerken darstellte und im Zusammenhang mit der Sammlung Gurlitt, die das Kunstmuseum Bern geerbt hat, auf die aktuelle Entwicklung der Problematik einging. Drei Zürcher Schriftstellerinnen stellten ein interessantes Schreibprojekt vor, bei dem sich zahlreiche Schweizer Autorinnen und Autoren engagieren: Sie schreiben vor Ort Auftragstexte, und ihr Honorar fliesst in Projekte der Flüchtlingshilfe.
Der Kunsthistoriker Dr. Johannes Stückelberger zeigte schliesslich auf, weshalb Ferdinand Hodler zum Inbegriff eines Schweizer Künstlers wurde und welche Rolle quasireligiöse Motive in der Schweizer Kunst und Politik bis in die Gegenwart spielen.Die Rolle des Staates in der Kulturförderung diskutierten an einer Podiumsdiskussion der Thuner Künstler Heinrich Gartentor sowie die beiden Nationalräte Matthias Aebischer (SP) und Peter Keller (SVP).
Schliesslich stellten vier Gymnasiastinnen des Gymnasiums Thun ihre herausragenden Maturarbeiten aus dem musischen Bereich vor: Eine Kurzgeschichte, eine Holzschnitzarbeit sowie ein selbst komponiertes Musical für eine Primarklasse.Die Veranstaltungen fanden erstmals im Hotel Freienhof statt, was die KGT finanziell deutlich günstiger zu stehen kam als in der Alten Oele. 

Obwohl die KGT in dieser Saison zweimal mit dem „Forum Gesellschaft und Politik“ und einmal mit Literaare kooperiert hat, hat sich der Besucherschwund des letzten Jahres leider fortgesetzt. Im Durchschnitt besuchten (ohne die „zwangsverpflich- teten“ Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Thun) nur 17 Personen die Veranstaltungen. Bei zwei Anlässen waren es gar weniger als 10 Personen. Aufgefallen ist Barbara Huber vor allem, dass der Anteil der KGT-Mitglieder an den Besuchern weiter zurückgegangen ist und offenbar kein so grosses Bedürfnis mehr besteht.
Diese Tatsache führte die Verantwortlichen zum Entschluss, in der kommenden Saison eine Denkpause einzulegen, in der die Situation genauer analysiert werden soll. Bis im Frühling 2018 wird Peter Hilfiker entscheiden, ob und, wenn ja, in welcher Form er die Vortragsreihe wieder aufnehmen will. Brigitte Lauber sagt, dass sie auch die Referenten sehr schlecht verstanden habe. Barbara Huber schlägt vor, dies während der Veranstaltung auch anzubringen.Hans-Peter Kriegel sagt, dass auch seine Frau und er während der Theater und Vorträge nichts verstehen würden, weshalb sie das Abonnement gekündigt hätten. Er bittet die KGT, sich des Problems ernsthaft aufzunehmen. Er schliesse aus den Ausführungen der Theaterverantwortlichen, dass das KKThun sage, wo‘s langgeht. Er wünscht sich hingegen, dass sich die KGT stärker und mutiger positioniert und auch fordernd auftritt.
Sandra Stettler-Pauchard sagt, dass sich das KKT neu positioniere, dass die KGT aber nicht dessen wichtigste Partner sei. Die Zusammenarbeit funktioniere sonst bestens. Ihr sei das Thema auch sehr wichtig, und sie werde das Thema aufnehmen, ohne etwas versprechen zu können. 

3.3       Bildende Künste

Wie Tobias Schropp erzählt, begleitete Helene Hirsch die Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung Die Kräfte hinter den Formen und erzählte von der spannenden Arbeit als Direktorin des Kunstmuseums Thun.
An einem kühlen Januarmorgen erzählte Bernhard Bischoff, Partner der Galerie Kornfeld in Bern, über die anspruchsvolle Aufgabe, ein Auktionshaus zu führen. Ein Rundgang durch die Alberto Giacometti-Ausstellung rundete den interessanten Anlass ab.

Da das Interesse nicht mehr so gross war, wird das Ressort aufgehoben und er und Rahel Schneider treten auf diese Versammlung hin zurück.

3.4       Kulturreise

Die Kulturreise 2017 führt die KGT ins Kloster St. Urban. Das gleichnamige Dorf befindet sich in der nordwestlichen Ecke des Kantons Luzern, an der Grenze zu Bern und Aargau. Die Reisegruppe erwartete eine kunsthistorische Führung durch die, für ihre barocke Baukunst bekannte Klosterkirche sowie eine Tonbildschau „St. Urban 1194 – 1994“, welche die Geschichte von Kloster, Klinik und dem Dorf veranschaulicht. Bei schönem Wetter bot sich der KGT die Gelegenheit, nach einem  gutbürgerlichen Mittagessen, einen Spaziergang durch die grosszügige Parkanlage zu unternehmen.  Um 15 Uhr erwartete die Teilnehmer etwas ganz Spezielles: sie kamen in den Genuss eines privaten Orgelkonzertes. Susanne Gassner sagt, dass mangels Teilnehmer die Kulturreise vorläufig nicht mehr angeboten werde.

Brigitta Lauber findet, dass 35 Teilnehmer eigentlich keine schlechte Zahl sei. Sandra Stettler-Pauchard sagt, dass die Kulturreise auch nicht definitiv aufgehoben werde. 

4          Statutenänderung

Sandra Stettler-Pauchard sagt, dass die Mitglieder die Vorgeschichte zur Statutenänderung kennen würden, die Erläuterungen, warum die Statuten geändert werden müssten, hätten diese mit dem neuen Statutenvorschlag Mitte Juni erhalten. Bis zum Ende der Vernehmlassung am 15. August sei ein Votum eines Vereinsmitglieds eingegangen, welches der Vorstand an seiner letzten Sitzung geprüft habe und sich entschieden hat, diese Neuformulierung, welche besser sei als die bisherige, in den Statuten aufzunehmen. Es handelt sich dabei um den Artikel 2 Absatz 2 und 3. 

Bisher:

Art. 2        
Die Gesellschaft hat sich zur Aufgabe gestellt, Kunst und Kultur zu fördern und zu pflegen. Sie veranstaltet insbesondere Theateraufführungen. Sie kann ferner Vorträge, Autorenlesungen, Exkursionen und Besuche von Kunstausstellungen und Ateliers veranstalten. 

Neu
Sie organisiert insbesondere Theateraufführungen, kann aber auch andere kulturelle Anlässe veranstalten.   Herr Lauber schlägt vor, das „aber“ zu streichen, da es als Einschränkung gelte. Hans-Peter Kriegel hat sich als Autor der Korrektur auch noch Gedanken gemacht. Er schlägt deshalb die Formulierung „selber veranstalten oder mitgestalten“ vor, weil heute in der Kultur sämtliche Felder belegt seien. Er regt auch an, dass die KGT bewusst schreibt: Die Gesellschaft „will“ statt „Die Gesellschaft hat sich zur Aufgabe gestellt“. Eine Teilnehmerin schlägt vor, „fördert“ statt „sie will fördern“ zu schreiben.  

Sandra Stettler-Pauchard schlägt folgende Änderungen zur Abstimmung vor: „Die Gesellschaft fördert und pflegt Kunst und Kultur. Sie organisiert insbesondere Theateraufführungen und kann auch andere kulturelle Anlässe selber gestalten oder mitgestalten.“
Die anwesenden Mitglieder heissen die gesamten Statutenänderungen mit der Neuformulierung von Artikel 2 gut. 

 

5          Finanzen: Jahresrechnungen 2016/17, Revisorenberichte, Budgets 2017/18 

5.1       Vereinskasse
Silvia Furer vermeldet, dass bei der Vereinskasse ein kleiner, aber höherer Gewinn als budgetiert von CHF 1731.75 resultiert.  

Sandra Stettler-Pauchard liest den Revisorenbericht vor, die Rechnung wird einstimmig genehmigt und die Decharge an den Vorstand erteilt. 

Für das kommende Vereinsjahr ist ein Gewinn von CHF 50 vorgesehen.Dies vor allem wegen Aufwendungen für Drucksachen und Spesen wegen des neuen Logos, welches rund 10 000 Franken kosten wird. Erwartet werden neben den Mitgliederbeiträgen auch Einnahmen aus dem Verkauf der Kunstblätter.  

5.2       Theaterkasse
Silvia Furer vermeldet, dass wegen der rückläufigen Einnahmen bei der Theaterkasse ein Verlust von CHF 20‘558.90 resultiert. Bei der Werbung und den Drucksachen kamen zusätzliche Aufwendungen hinzu. Bei den allgemeinen Kosten wurde gespart. Das Eigenkapital beträgt neu CHF 74‘250. 

Sandra Stettler-Pauchard liest den Revisorenbericht vor, der aber beim Eigenkapital eine andere Zahlt nennt. Diese Differenz ist entstanden, weil die Kassierin sämtliche Passiven von den Aktiven abgezogen hat und die Revisoren vom Vermögen die Transitorischen Passiven und die Rückstellungen abgezogen haben. Beide Varianten sind richtig, und was das Wichtigste ist, die Bilanz und Erfolgsrechnung stimmt. Die Rechnung wird daher mit 3 Enthaltungen genehmigt und die Decharge an den Vorstand erteilt.  

Beim Budget rechnet Silvia Furer mit einem Verlust von CHF 17‘800. Hanspeter Kriegel gibt zu bedenken, dass es wahnsinnig ist, dass die technischen Kosten mehr als das Doppelte der Saalmiete ausmachen. Sandra Stettler-Pauchard sagt, dass dies daran liege, dass der Technikbereich ausgelagert worden sei. 

 

6          Verabschiedungen

Sandra Stettler-Pauchard verabschiedet Barbara Huber, Tobias Schropp, Rahel Schneider (nicht anwesend) sowie Susanne Gassner, die dem Verein als Freelancerin erhalten bleibt.

Beatrice Grundbacher verabschiedet Regina Wyss als „stille Begleiterin“ der Theaterkommission, welche wegen der Auflösung der regionalen Kulturkonferenz zurücktritt.  

Christine Kyburz, die lange Jahre im Verein mitarbeitete, verabschiedet Beatrice Grundbacher: Als Nachfolgerin von Claude Jeanneret sei sie eine pflichtbewusste, engagierte, fachkundige, aber auch liebe und treue Kollegin gewesen. Beatrice Grundbacher habe sich mit Leib und Seele für die KGT und das Theater eingesetzt. Auch Svend Peternell dankt Beatrice Grundbacher im Rahmen der Theaterkommission für die langjährige Leitung und schenkt ihr zum Abschied ein Buch über William Shakespeare. Für die Zukunft wünscht er ihr viel Musse. 

Beatrice Grundbacher dankt für die vielen „Blumen“. Ihre erste Teilnahme an einer Sitzung der Theaterkommission, auf welche sie durch ihre Arbeit als Gymnasiallehrerin kam, gefiel ihr sehr gut. Sie zögerte lange, weil sie den Leuten nicht vor die Nase gesetzt werden wollte. Es sei schliesslich vor allem eine Teamarbeit gewesen, bei welcher auf alle Mitglieder Rücksicht genommen worden sei. Besonders wichtig ist  ihr dabei Claude Jeanneret gewesen. Ihr falle der Abschied vom Team nicht leicht. In den vergangenen 13 Jahren bei der Theaterkommission habe sie auch sehr viele Leute kennengelernt, welche für das brennen würde, für was sie tun würden. 

Sandra Stettler-Pauchard ernennt Beatrice Grundbacher im Anschluss an die Verabschiedung zum neunten Ehrenmitglied in der Geschichte der KGT. 

 

7          Neuwahl

Beatrice Grundbacher stellt Pirkko Busin als ihre Nachfolgerin als künstlerische Leiterin der Theaterkommission vor. Diese hat einen Masterabschluss in Theater und Tanz an der Universität Bern. Sie leitet seit einem Jahr die Administration des Theaterressorts. Dank ihr sei die KGT viel präsenter auf den verschiedenen Werbekanälen. Beatrice Grundbacher erklärt auch, dass nur die Leiterin eine Art Lohn erhalte, die restlichen Mitglieder der Theaterkommission bekämen mehr einen symbolischen Betrag ausgerichtet. 

Pirkko Busin wird einstimmig zur neuen Leiterin der Theaterkommission gewählt. Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe, die ein regelrechtes Abenteuer sei. 

 

8          Ausblick

Sandra Stettler-Pauchard blickt auf die neue, vielfältige Saison im Bereich Theater. Beim Ressort Vorträge würde die Zukunft noch genauer analysiert. Es falle niemanden im Vorstand leicht, die Ressorts kurzfristig aufzugeben, aber die Denkpause sei einfach nötig. 

 

9          Varia

Sandra Stettler-Pauchard macht auf den Flyer zum Buch über C.A. Schmalz aufmerksam, welcher aufliegt. 

Schluss der Hauptversammlung: 11.45 Uhr

Thun, 17. September 2017 Barbara Schluchter-Donski, Protokoll 

Entschuldigungen Vorstand: Marion Burger (Ausbildung), Dorothee Del Carlo (Ferien), Peter Hilfiker, Rahel Schneider (beide Sabbatical)

Beginn der Mitgliederversammlung: 9.30 Uhr